Ausstellung vom 10. 4. bis 2. 5., Mo.-Sa. 12-20, So 14-19 Uhr, neurotitan im Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Str. 39, Berlin
HOLZ51
Letter forms pouring over the cityscape, dirty, rusty, deformed, worn out by the ever shifting weather patterns, playful, at times ironic, saturated with color, splashed on with paint running - a nose bleeding, sprayed over, cut out, painted on, type set, plugged in & glued together. Surreal information encoded into old pieces of wood, metal signs and broken window frames.
44flavours & KLUB7 work in parallel creative universes independently utilizing similar methods and creating kindred naiv works. They met in Berlin in 2008 and together they formed the lucky numbers 51. In the upcoming exhibition at Neurotitan they are going to tell stories inspired by an ever evolving street element. Together they will create collages using elements of the city extracted: doors, planks of wood, window frames and other random found objects, all of which will be painted and illustrated on by the two artist groups.
Buchstaben überlagern das Stadtbild – schmutzig, rostig, verformt, verwittert, spielerisch, manchmal ironisch, gesättigt mit Farbe, die verläuft - wie Nasenbluten, übergesprüht, herausgeschnitten, angemalt, ineinandergesteckt, zusammengeklebt. Surreale Informationen - verschlüsselt in alten Holzstücken, Metallschildern und alten Fensterrahmen.
44flavours & KLUB7 arbeiten in parallelen, kreativen Universen, verwenden unabhängig voneinander, ähnliche Methoden und schaffen kindlich inspirierte Arbeiten. Sie trafen sich 2008 in Berlin und bilden nun zusammen die glückliche Nr. 51. In der gemeinsamen Ausstellung im Neurotitan werden Geschichten einer belebten Straße erzählt. Aufgeschnapptes, entdecktes wird mit der eigenen Phantasie überzogen und wieder ausgespuckt. Zusammen gestalten sie Collagen aus urbanem Strandgut wie Türen, Holzplanken, Fensterrahmen und anderen zufällig gefundenen Gegenständen, die von den zwei Künstlergruppen bearbeitet werden.
44flavours is going to be part of the "THE HELPING HOUNDS OF HELL IN 2011" exhibition of handmade skateboard-art.
They documented the work-process of their flying boards. The exhibit is going to take place in January in Berlin and Hamburg! For more Information, check: www.houndsofhell.de
Last weekend Julio from 44flavours has been invited to paint together with KLUB7 at MELT festival for Converse. They seemed to have lots of fun and did a proper job. You can check a couple of Photos here.
A few weeks ago 44flavours worked in cooperation with REBEL Productions for Suzuki and MTV Musicawards. They did two Logos one for the FANtastic-sounds-competition aswell as the creative consulting for the two videoclips together with Kai Klinke. Here is the first videoclip for the FANtastic-sounds-competition, soon there will be the release of the other clip and logo, then there will be more infos.
Ist Werbung zu dominant in unserer Gesellschaft?Problematisch wird es, wenn man nicht mehr mitentscheiden kann:
Man wird mit Informationen vollgepumpt und ist dadurch schnell überfordert.
Nicht jeder lernt mit Werbung umzugehen, darum ist es wichtig, sich damit
auseinanderzusetzen und verantwortungsbewusst damit umzugehen.
Als Konsument sowie als Dienstleister. Ob Fernsehwerbung, Plakatflächen
oder schlicht Internet-Spam. Im Grunde sind wir den Informationen ausgeliefert
und müssen sie irgendwie verarbeiten, da sind subversive Subkulturen und
Bewegungen in unserer Gesellschaft selbstverständliche Konsequenz. Subkulturen, wie zum Beispiel das Adbusting in der Streetart funktionieren
als einfache Gegenbewegung zur Werbung im öffentlichen Raum; dass diese
Bewegung nicht greifbar ist, macht sie Interessant. Es wird mit den gleichen
Waffen gearbeitet. Ein Graffiti Writer nutzt ähnliche Instrumente um sich
Aufmerksamkeit zu verschaffen, wie ein Konzern, der für ein bestimmtes Produkt wirbt.
Der Writer verbreitet ein Pseudonym, seinen Namen, sein Logo, sein Produkt oder den
Namen einer Gruppe. Der Unterschied: nicht jeder weiß, wer dahinter steckt, da es illegal
und nicht kommerziell ist. Die Stadt wird attraktiver, abwechslungsreicher, spannender
und interessanter durch Unordnung. Die verbreiteten Zeichen funktionieren
wie eine zweite Haut der Stadt.
Welche Richtung wird die Werbung in Zukunft einschlagen?Sie wird sich an den Subkulturen bedienen, an urbanen Mittel.
Da werden Leute im Marketing und in der Art Direktion sitzen, die vor zehn Jahren
auf der Straße waren und das urbane Feld bewusst bzw. unbewusst mit verändert haben.
Die sitzen zum Teil jetzt schon in den Agenturen und lassen die urbanen,
subkulturellen Einflüsse in die normale alltägliche Werbung fließen.
Macht Ihr die Welt besser bzw. schöner durch euer Tun?
Meines Empfindens nach: nein. Wir sehen uns nicht als Weltverbesserer.
Es ist wichtig, sich treu zu bleiben. Wir machen nichts, wo wir auch nicht dahinter stehen.
Wir haben Lust, andere zu inspirieren und zu motivieren, möchten Leute dazu bewegen
und animieren aktiver zu sein. Sich selbst auszuprobieren und zu überwinden, Dinge zu schaffen.
Ob die jetzt schön sind, das liegt am Ende in den Augen des Betrachters.
In meinen Augen ist nicht alles schön, auch wenn mich die Popart durchaus inspiriert,
ist dieser Satz für mich kein Credo. Allerdings muss man auch abwägen, ob man auf den Job
angewiesen ist oder ob man den Luxus genießen kann, "Nein!" sagen zu können.
Eure Inspiration?
Robert Rauschenberg, auf jeden Fall. Und auch diese Downtown-Pop Art Szene im New York der 80iger.
Irgendwie gibt es da Parallelen zum heutigen Berlin. Kunst und Kultur vermischen sich mit Party und Event...
Aktionen, Happenings, Kreativität... vielleicht weniger Trash bitte. Ansonsten: Alles, was wir sehen.
Es kommt in der Szene häufig vor, dass gute Grafik kopiert wird bzw. jeder ähnlich arbeitet, deshalb wiederholt
sich auch so viel. Man muss dann natürlich einen Schritt weiterdenken... nicht stehen bleiben und etwas schlecht kopieren,
sondern seinen eigenen Geist anstrengen. Die Natur, Bewegung, das bringt mich auf Ideen oder
auch einfach mal die Sau rauslassen. Der Hamburger Bhf hier in Berlin ist mein Lieblingsmuseum.
Die letzte Ausstellung von Olafur Eliasson im Martin Gropius Bau, der komplizierte Ideen sehr simple
umgesetzt hat, hat mich auch sehr inspiriert.
Wie beurteilt ihr die deutsche / internationale Kunstszene?
44flavours: Ich würde es mit dem Börsencrash vergleichen. Es gibt natürlich Künstler,
die in den letzten Jahren Auftragskünstler geworden sind und von denen wehrt sich keiner,
wenn er auf so einer momentanen Erfolgswelle dahin schwimmt.
Welche Klischees existieren in der Kunstszene in Berlin?44flavours: Spät aufstehen, Latte Macchiato schlürfend und Pinsel schwingend von
Vernissage zu Vernissage pilgern. Die Realität ist anders: viel Arbeit und viel unterwegs sein.
Wir wollen davon leben können, daher sind wir sehr aktiv. Solange wir Spaß an der Arbeit haben sind wir auf der richtigen Fährte. Deswegen sind wir auch "freie" Grafiker.
Der ideale Wunschauftrag für 44flavours? Bei einem Film für Michelle Gondry eine Filmkulisse bauen!
Die 5 wichtigsten Erfindungen eurer Meinung in den letzten 10 Jahren?1. Internet 2. Handy 3. digitale Fotografie 4. @ 5. tragbare Computer
Was ist Kunst für Euch?Kunst ist wie Ping Pong! Aktion Reaktion!
Welche künstlerische Arbeit hat Euch bisher besonders beeindruckt?44flavours: Die Arbeit von Dieter Roth. Seine Garten-Installation hat mich besonders beeindruckt,
Documentary-film - 52 min - in processDasein*4: NO ART NO STREET, a 52-minute documentary is the fourth film in the documentary series Dasein Projekt. It is a street art documentary that focuses on walls as a painting, and the way they create themselves as such, and evolve between urban micro-interventions and the exchange between artists - artists who are regularly brought to collaboration through their common medium: these walls that unite them all.In collaboration with the film: ✭author, director: Estelle Beauvais ✭creator, Journalist: Julio Rölle ✭sound designer: Jef Guillon ✭artists: Alex, Alsino, Danny Gretsher, KLUB7, Klaus Cornfield, Maki Shimizu, Mawil, SP-38, STÖR, 6, 44Flavours.TEASER 2 ✭director, videographer: Estelle Beauvais ✭creator, journalist: Julio Rölle ✭cameramen: Kai Klinke + Estelle Beauvais ✭sound designer: Jef Guillon ✭translator: Katia Hermann ✭artists: Alex, Alsino, KLUB7, Klaus Cornfield, Maki Shimizu, STÖR, 6, 44Flavours."